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Es werden Posts vom April, 2026 angezeigt.

Der Traum vom Idealgewicht

Heute wird auf web.de Schauspielerin Elena Uhlig zitiert, die verkündet, jetzt ebenfalls zur Abnehmspritze greifen zu wollen, obwohl sie bisher immer ihre Rundungen verteidigt hat und (angeblich) zu ihnen stand. Nun sei ihr Grund, es damit doch mal zu probieren, der, dass sie an einem Nabelbruch und an einer entzündeten Fußsehne operiert werden müsse, wofür sie vorab auf ärztlichen Rat hin zwölf Kilo abnehmen wolle/solle/müsse. Also, ich habe noch nie gehört, dass man für eine OP am Fuß kein Übergewicht haben darf. Beim Nabelbruch kann ich mir wohl vorstellen, dass Bauchfett störend sein kann, aber auch da zweifle ich an, dass ihr eine Gewichtsabnahme von genau 12 Kilo vorgegeben worden ist. Sei’s, wie’s ist: aufgelacht habe ich, als ich folgendes las: „… Zugleich äußerte sie die Hoffnung, das Präparat möge wirken, ohne ihr Wohlbefinden oder ihre Lust am Essen zu beeinträchtigen. …“ Na, das kann sie sich mal getrost abschminken! Ich habe diese Spritzen ausprobiert, und ich habe nach de...

Freiburg, du Begeisternde!

Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie dereinst, wenn eine bestimmte, Ihnen nahestehende Person sterben wird, der Mensch sein werden, der sich um die Sterbeformalitäten und den Nachlass kümmern soll, dann rate ich Ihnen: stellen Sie sicher, dass diese Person ihren letzten Atemzug in Freiburg tut! Besonders wenn der Sterbefall nicht dem Standard entsprechen sollte. Ich erkläre Ihnen das kurz: meine Tante ist vor ein paar Tagen in Freiburg gestorben. Und weil sie ihren Körper der Wissenschaft vermacht hat, liegt sie aktuell nicht bei einem Bestatter, sondern in der Anatomie der Uni. Dorthin gingen natürlich zunächst auch alle ihre Papiere – Todesbescheinigung, Personalausweis etc. Das heißt aber: kein Bestatter kann für mich, die ich in diesem Fall für alles zuständig bin, die Formalitäten ggü. den Behörden übernehmen, da ich ja keine entsprechenden Dokumente vorlegen kann. Alles, was ich anfangs wusste, war, dass alles wohl durch die Stadt Freiburg erledigt werde, und ich mich lediglich ...

Projektarbeit

Vor einiger Zeit habe ich wieder angefangen zu stricken. Ein Kuscheltier für meine Großnichte, dann fertigte ich einen Pullover für mich, und weil ich auf einmal wieder so viel Spaß am Handarbeiten hatte, begann ich auch noch eine Häkelarbeit. Kurz: ich brauchte bald dringend eine Handarbeitstasche. Wenn man sich in einschlägigen Facebook-Gruppen nach „Handarbeitstasche“ erkundigt, nach Erfahrungen fragt und Empfehlungen erbittet, staunt man allerdings nicht schlecht. Denn das, was früher ein „Strickzeug“ war, ist heute ein „Projekt“. Die Damen (und Herren), die sich da tummeln, haben nicht etwa mehrere Strickzeuge in Arbeit, sondern erzählen von ihren Projekten, die sie natürlich nicht in einer schnöden Handarbeitstasche, sondern in einer Projekttasche zur Nacht betten. Und tatsächlich: auch die Händler, die solche Taschen vertreiben, verkaufen solche als „Projekttaschen“, und ganz ehrlich: mehr als ein Mal schlug ich mir bei der Suche nach was Passendem für mich an die Stirn. Fast wa...

Welche Hand soll's denn sein?

Ich gehöre einer Minderheit an. Jawohl, das kann ich bestimmt von mir behaupten. Es ist keine, die irgendwie um Beachtung oder Gleichberechtigung kämpfen muss oder irgendwie beleidigend diskriminiert wird, auch schimpft anderweitig niemand über sie. Denn die meisten Menschen werden sich der Existenz dieser Minderheitengruppe gar nicht bewusst sein. Und wenn, dann ist sie ihnen egal. Denn: ich bin (nahezu) Beidhänderin. Meine linke Hand ist zwar die stärkere, aber ganz viele, also fast die Hälfte aller Tätigkeiten vollführe ich – ohne darüber nachzudenken – mit der Rechten. Und ich täte mich schwer, diese Tätigkeiten mit links zu verrichten. Obwohl man ja gemeinhin davon ausgeht, dass, was man mit der schwächeren Hand kann, man auf jeden Fall auch mit der stärkeren kann. Dem ist aber nicht so. So putze ich zwar mit der linken Hand meine Zähne, aber das Waschbecken reibe ich hinterher mit der rechten Hand sauber. Nie im Leben würde ich dafür die Linke zur Hand nehmen (kleiner Scherz am R...

Kindle

Seit vielen Jahren schon nutze ich den Ebook-Reader von Amazon. Einen Kindle Paperwhite, der damals der neueste und heißeste Scheiß war. Der funktioniert auch immer noch. Nun erhielt ich allerdings von Amazon eine Mail, die mich darüber informierte, dass das auf mich registrierte Kindle-Modell aus der Wartung genommen wird. Das heißt: Bücher, die ich darauf geladen habe, kann ich nach wie vor zwar lesen, so lange mein Gerät noch funktionstauglich ist. Nur neue Bücher kann ich keine mehr draufladen, weil – wie gesagt – dieses Modell sozusagen deaktiviert wird. Aber man habe da ein super Angebot für mich: mit 20% Rabatt könne ich als alte Kindle-Kundin jetzt ein neues Gerät kaufen und damit weiterhin alte und neu zu erwerbende Bücher genießen. Gut, 20% sind immerhin 20%, und da ich weiß, dass ich auch weiter den Ebook-Reader nutzen möchte, habe ich mich drangesetzt, eine Auswahl zu treffen. Mhh, da ging es schon los! Das Rabatt-Angebot gilt gar nicht für alle Geräte. Nur bei dem, das mei...

Gewichtiges

Ich bin zu dick. Das steht außer Frage. Das will ich nicht (und man kann es nicht) schönreden. Jeder sieht es. Aber ein wenig stolz bin ich wenigstens darauf, dass ich an Weihnachten 2024 zwar meinen absoluten, schockierenden Höchststand erreicht hatte, den ich Anfang 2025 allerdings um einige Kilos wieder reduzieren konnte. Und seither – und das ist das, worauf ich stolz bin – habe ich zumindest dieses Gewicht einigermaßen gut gehalten. Bis dieses Jahr Ostern. Da gönnten meine Frau und ich uns wieder ein wunderbar köstliches Sterne-Menu, das wir uns im Internet bestellt hatten; und da kurz zuvor Valentinstag gewesen war, und wir diesen ebenfalls mit einem solchen Menu gefeiert hatten, waren „plötzlich“ wieder fast zwei Kilo mehr auf der Waage zu sehen. Knapp eines davon ist jetzt wieder weg, denn ich achte in den letzten Tagen verstärkt darauf, mich wieder mit meinen üblichen, recht bescheidenen Mengen zu ernähren und nicht allzu viel zu naschen. Allerdings muss ich dabei wachsam blei...

Ganz schön vermessen!

Ich habe meiner Schwester zu Weihnachten Socken gestrickt. Über die hat sie sich auch sehr gefreut. Zum Geburtstag, der jetzt im März anstand, hatte sie sich, weil die Weihnachtssocken so schön waren, noch ein weiteres Paar gewünscht. Das habe ich allerdings schwer verhunzt; insgesamt geriet der erste der Socken viel zu kurz, er enthielt jede Menge Strickfehler, und die Spitze war völlig verkorkst. Offensichtlich war ich beim Stricken überhaupt nicht bei der Sache gewesen. Um noch einmal ein neues Paar Socken anzufangen, war mittlerweile die Zeit zu kurz, weswegen ich ihr mitteilte, dass die Geburtstagssocken später nachgereicht würden, weil ich nochmal ganz von vorn beginnen müsse. Nach Fertigstellung eines weiteren Sockens bemerkte ich, dass auch dieser nicht gerade lang geraten war, er auf jeden Fall mal für meine Füße zu klein war. Ich habe daraufhin nachgefragt, ob sie mal einen Socken, der ihr richtig gut passt, in der Länge ausmessen könne, damit ich wisse, ob dieses neu angefan...

Die Kunst modernen Marketings

Heute bin ich über den Web-Auftritt einer ehemaligen Kollegin gestolpert, die in der Firma, für die ich lange gearbeitet habe, fürs Marketing zuständig war. Und im Zuge eines Projektes, in dem wir eine App einführten, bekam ich zwangsläufig mit ihr zu tun, da so eine Neueinführung ja ordentlich vorangekündigt, angepriesen und erklärt werden muss. Die Zusammenarbeit mit ihr in diesem Projekt war mehr als schwierig für mich. Wenn sie eine ihrer Aufgaben nicht bis zum Stichtag erledigt hatte, waren immer die anderen dran schuld. Sie könne ja keine Flyer entwerfen, wenn ihr der inhaltliche Input dafür noch fehle. Ihn eingefordert oder bei der Erstellung desselben geholfen hatte sie vorher aber nie. Und wenn sie welchen geliefert bekommen hatte, an dessen Gestaltung sie nicht beteiligt worden war, war es ihr auch nicht recht, denn die Sprache, die „wir“ dann verwendet hatten, war natürlich aus Marketingsicht ein „no go“. Nur konnte sie uns bis zum Schluss nicht erklären, wieso man das Wort ...

Karfreitag

Ich kann es nicht fassen! Es ist Karfreitag, 11 Uhr, und mir wurde bisher nirgendwo, weder in Facebook noch auf Instagram, einer dieser „ach so lustigen“ Karfreitagscartoons angezeigt, in denen Jesus „mit seinen Kumpels lässig am Kreuz abhängt“, oder in denen sonst eine unwitzige Verballhornung dieses Feiertages dargestellt wird. Mein Glaube an die Menschheit ist wenigstens in diesen ersten Stunden dieses Tages wiederhergestellt. Ich hoffe, dass das so bleibt. Mittlerweile konzentrieren sich die Zeichner/-innen wohl mehr auf den Osterhasen mit seinen Zustellungsproblemen, die er mangels Personal oder wegen fehlenden Rentierschlittens erfährt. Das gefällt mir tatsächlich viel besser, denn ich finde, der Karfreitag eignet sich nicht unbedingt dafür, durch den Kakao gezogen zu werden. Ob man nun Christ/-in ist oder nicht. Am besten schau ich heute im weiteren Tagesverlauf gar nicht mehr in die sog. sozialen Medien rein, dann kann mein gerade vorhandenes Glücksgefühl auch nicht wieder zuni...

Wocheneinkauf

Da morgen Karfreitag ist, war ich heute einkaufen. Also, nicht weil Karfreitag vor der Tür steht, sondern weil ich normalerweise freitags einkaufe, das morgen aber ja nicht tun kann. Nun, Sie ahnen es: ich war nicht die Einzige, die heute ihre Einkäufe erledigt hat. Es war natürlich ordentlich Betrieb in dem Laden, aber da ich genau wusste, was ich brauche, und einen Einkaufszettel parat hatte, war ich guter Dinge und tiefenentspannt. Denn immerhin hatte ich ja keine Eile; wie lange ich brauchen würde, war heute egal. Selbst mein Missgeschick, bei dem ich einer Dame versehentlich ihren Schlüsselbund aus der Hand rempelte, ließ mich sonderbar unberührt. Was mir allerdings erst heute aufgefallen ist: alle laufen in diesem Supermarkt in eine Richtung! Die gemeinsame Gehrichtung ist quasi als ungeschriebenes Gesetz in diesem Laden derart etabliert, dass ich enorme Mühe hatte, zu „Obst und Gemüse“ zurückzugehen, als mir bei den Molkereiprodukten auffiel, dass ich vorne beim Gemüse was verge...