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Es werden Posts vom Februar, 2026 angezeigt.

Die gold'ne Sonne, oh Freud' und Wonne!

Vorgestern kam meine Frau ins Wohnzimmer gestürmt und rief: "Morgen gehst du aber aus dem Haus!" Man muss, um das zu verstehen, wissen, dass ich nicht mehr so sehr oft das Haus verlasse, seit ich nicht mehr arbeite. Ich bin (anerkannt) gehbehindert in einer Weise, die es mir sehr schwer macht, längere Waldspaziergänge oder gar Wanderungen zu unternehmen. Und da unser Hund aber jeden Tag ein ausführliches Gassi braucht, geht meine Frau i. d. R. allein mit ihm raus. Um jetzt zu verstehen, warum meine Frau diesen "Befehl" erteilte, muss man zudem wissen, dass für gestern (also den fraglichen Tag, an dem ich hinausgehen sollte) wunderbares Wetter und frühlingshafte Temperaturen vorhergesagt waren. Da fiel es mir leicht, der Anordnung Folge zu leisten und die Wanderschuhe zu schnüren. Wir haben dann tatsächlich eine wunderschöne Runde gedreht, die wir öfter machen, wenn meine Tagesform es erlaubt, eine Strecke von ca. 3 km zu bewältigen. Wir gehen dann immer auf einen Be...

Trotz allem Freude

Wenn man mit der Familie gerade dunkle Zeiten durchmacht, ist Genießen nicht ganz einfach. Da rauscht ein eigentlich schöner Tag auch mal ganz unbeachtet an einem vorbei, und man ist gefangen in quälenden Gefühlen und Ängsten. Umso schöner ist es dann, wenn man dann doch kurz herausgerissen wird aus seinem Kummer und Momente erlebt, wie sie mir gestern beschieden waren. Meine Frau hatte Geburtstag, und sie hatte beschlossen, an „ihrem“ Tag die Wanderung ihres Vereins mitzumachen, weil die geplante Strecke ihr gefällt und sie die Gemeinschaft mit ihren Wanderfreunden genießt. Da ich nicht mitwandern kann, bat sie mich, unterwegs, direkt an der Strecke, einen kleinen Stand für einen Sektumtrunk anlässlich ihres Geburtstages aufzubauen und damit die Wanderschar zu überraschen. Als die Wandersleut‘ dann um die Ecke kamen und mich da stehen sahen mit lauter Sektgläsern vor mir aufgereiht, ging ein Strahlen über sämtliche Gesichter, alle freuten und bedankten sich und meinten, meine Frau kön...

Schon wieder vorbei...

Fastnacht, Fassenacht, Fasent, Karneval, Fasching – nennen Sie es, wie Sie wollen – hinterläßt bei mir immer so einen sonderbar muffigen Geschmack auf der Zunge. Und das immer genau am Aschermittwoch. Das kommt vom Gesamtverlauf dieser „5. Jahreszeit“. Die nimmt im Januar Anlauf (Profis wissen natürlich, daß es eigentlich schon viel früher beginnt, aber…), erste Sitzungen, erste Fußgruppen in den Straßen, die die Session eröffnen, erste Termine werden gesichtet, der Karneval wird langsam Gesprächsthema, man beginnt drüber nachzudenken, wann genau in diesem Jahr Rosenmontag sein wird, Plakate tauchen am Straßenrand auf usw. usf.. Irgendwann dann nähert man sich dem Höhepunkt der Session, drei, vier Tage lang humbatäterät und helaut es überall, und dann… zack! endet das wie eine Fahrt gegen die Mauer! Von jetzt auf gleich ist alles vorbei, niemand ruft mehr Helau, die Kostüme verschwinden, das Fernsehprogramm geht zurück zu Normal, wie wenn nichts gewesen wäre, und man fragt sich bang „I...