Die gold'ne Sonne, oh Freud' und Wonne!
Vorgestern kam meine Frau ins Wohnzimmer gestürmt und rief: "Morgen gehst du aber aus dem Haus!" Man muss, um das zu verstehen, wissen, dass ich nicht mehr so sehr oft das Haus verlasse, seit ich nicht mehr arbeite. Ich bin (anerkannt) gehbehindert in einer Weise, die es mir sehr schwer macht, längere Waldspaziergänge oder gar Wanderungen zu unternehmen. Und da unser Hund aber jeden Tag ein ausführliches Gassi braucht, geht meine Frau i. d. R. allein mit ihm raus.
Um jetzt zu verstehen, warum meine Frau diesen "Befehl" erteilte, muss man zudem wissen, dass für gestern (also den fraglichen Tag, an dem ich hinausgehen sollte) wunderbares Wetter und frühlingshafte Temperaturen vorhergesagt waren.
Da fiel es mir leicht, der Anordnung Folge zu leisten und die Wanderschuhe zu schnüren. Wir haben dann tatsächlich eine wunderschöne Runde gedreht, die wir öfter machen, wenn meine Tagesform es erlaubt, eine Strecke von ca. 3 km zu bewältigen. Wir gehen dann immer auf einen Bergrücken bei uns am Ort, von dem aus man eine sehr schöne Sicht über die Hügel und Berge rundherum hat, und wo man auch schön in der Sonne sitzt, wenn sie denn scheint. Das war gestern der Fall, wir hatten zwei Piccolöchen dabei und genossen die Stille, das Vogelgezwitscher und die Tatsache, dass wir mal wieder gemeinsam in der Natur waren. Unser Hund war auch sehr geduldig und ließ uns die Gemütlichkeit genießen.
So konnte ich für eine gute Stunde lang meinen Kummer verdrängen und meinen Blick auch mal wieder auf das Schöne in der Welt richten. Das war schön!
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