Kindle
Seit vielen Jahren schon nutze ich den Ebook-Reader von
Amazon. Einen Kindle Paperwhite, der damals der neueste und heißeste Scheiß
war. Der funktioniert auch immer noch.
Nun erhielt ich allerdings von Amazon eine Mail, die mich darüber informierte,
dass das auf mich registrierte Kindle-Modell aus der Wartung genommen wird. Das
heißt: Bücher, die ich darauf geladen habe, kann ich nach wie vor zwar lesen, so
lange mein Gerät noch funktionstauglich ist. Nur neue Bücher kann ich keine mehr
draufladen, weil – wie gesagt – dieses Modell sozusagen deaktiviert wird. Aber
man habe da ein super Angebot für mich: mit 20% Rabatt könne ich als alte
Kindle-Kundin jetzt ein neues Gerät kaufen und damit weiterhin alte und neu zu
erwerbende Bücher genießen.
Gut, 20% sind immerhin 20%, und da ich weiß, dass ich auch weiter den
Ebook-Reader nutzen möchte, habe ich mich drangesetzt, eine Auswahl zu treffen.
Mhh, da ging es schon los! Das Rabatt-Angebot gilt gar nicht für alle Geräte.
Nur bei dem, das meinem entspricht (also die neueste Version davon ist),
erschien ein entsprechender Button. Hätte ich jetzt aber den Wunsch, den vierfarbbunten,
selbst abdunkelnden (und vermutlich die Wohnung saugenden, staubwischenden,
Kaffee nachbestellenden…) Reader zu erwerben, müsste ich den vollen Preis
bezahlen.
Da ich mit dem direkten Nachfolger meines Geräts aber vollkommen zufrieden bin
(und ganz sicher keinen automatisch die Helligkeit anpassenden Kindle will, der
dann vermutlich genau so boshaft und an meinen Bedürfnissen vorbei agiert wie
die berühmten Regensensoren in modernen Autos), habe ich den nun geordert und
36 Euro Rabatt darauf erhalten. Damit kostet der immerhin „nur“ noch 143 Euro.
Wem das zu wenig Geld ist, der kann noch eine Hülle hinzubestellen und ein
Ladegerät (ein besonders schnell ladendes) und damit auf 246 Euro kommen. Oder aber
er nimmt eine Hülle in Premium-Leder und blecht dann 264 Euro.
Da kommen etliche papierhafte Bücher zusammen, bis ich auf diesen Preis komme!
Aber nichtsdestotrotz: da ich auf meine alten Bücher ja immer mal wieder
zugreifen UND neue Bücher kaufen können will und das Teil ja eigentlich wirklich praktisch finde, bin
ich den 143-Euro-Schritt jetzt gegangen.
Dumm nur, dass mir ein wenig zu spät aufgefallen ist, dass als zuletzt auf mich
registriertes Gerät das meiner Mutter angezeigt wurde, das ich nach ihrem Tod
auf mich „umgeschrieben“ habe. Jetzt kriege ich vermutlich nur die Bücher
angezeigt, die meine Mutter gekauft hatte, und ihre Lektüre war geprägt vom "Literarischen Quartett" und den Ratschlägen eines Reich-Ranicki. Kurz: überhaupt nicht mein Geschmack!
Aber vielleicht hängen an meinem Account ja doch alle Bücher dran. Ich werde es bald
wissen.
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