Thema von allgemeinem Interesse

Nein, ich schreibe nicht über Jens Spahn! Auch wenn das jetzt reihenweise (z. B. in Facebook) alle „öffentlichen Personen“ – deren Namen ich jedoch noch nie gehört habe – tun zu müssen meinen. Und alle scheinen mir dasselbe zu schreiben. Zumindest entnehme ich den (gemeinsamen) Grundtenor bereits den ersten Sätzen, nach denen ich mit dem Lesen stets schon aufhöre.
Wenn ich das Thema jetzt ebenfalls aufgriffe, dann würde meine Meinung die geschätzte Leserschaft vermutlich genauso interessieren, wie mich die der anderen interessiert – nämlich gar nicht.
Daher schreibe ich heute über ein Kuriosum, über das ich lachen könnte, wenn es meinen Alltag nicht so sehr beeinflussen würde.
Aktuell wird unser Ort verglasfaserkabelt. Damit alle hier irgendwann ein hübsch schnelles Internet haben. Zur Zeit liegen aber erst mal nur die Glasfaser unter der Erde, wirklich angeschlossen an ein schnelles Netz ist noch keiner. Um die Vorfreude der Bevölkerung auf diese technische Segnung zu vergrößern, hat man, so scheint es mir, seit gestern die Internetgeschwindigkeit auf ein Niveau von 1995 heruntergefahren. Wenn überhaupt eine Verbindung zustande kommt, kann man bei uns gerade wieder erleben, wie es war, als aufgerufene Seiten sich Zeile für Zeile auf dem Bildschirm aufgebaut haben. Und natürlich kommt es fast immer, wie es kommen muss: kurz vor Vollendung läuft das Ganze ins Timeout. „Die Seite hat zu lange gebraucht, um zu antworten.“ Das steht dann da, und ich sitze hier in der Gewissheit, dass wohl eher die Anfrage an die Seite zu lange gebraucht hat.
Das Zermürbende am Ganzen ist ja, dass man so machtlos solchen Dingen ausgeliefert ist. Und ich frage mich nicht zum ersten Mal, wie wir all die Jahrzehnte ohne Internet überleben konnten.
Ich bin gespannt, ob mir das Hochladen dieses Beitrags überhaupt gelingen wird. 

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