Nicht viel los hier...

Bei blogspot kann ich sehen, wieviele Aufrufe meine Texte bisher erfahren haben. Das sind nicht sehr viele, offenbar findet kaum jemand den Weg hierher. Und wer ihn je gefunden hat, zieht möglicherweise nach ein bis zwei Texten gelangweilt seiner Wege.
Meinen letzten Post hat z. B. außer mir keiner aufgerufen.
Diese Gewissheit öffnet mir natürlich auch irgendwie Tür und Tor – ich könnte hier ablästern, über meine Mitmenschen schimpfen, den Maier Gustav von nebenan einen Drecksack nennen (obwohl es den Maier Gustav gar nicht gibt) und, wenn ich wollte, hier die feinsten Lügengeschichten erzählen. Niemand nähme es zur Kenntnis, und keiner würde mich daher der üblen Nachrede bezichtigen.
Aber all das würde mir überhaupt keine Freude machen. Viel lieber lache ich mit anderen, erzähle von heiteren Episoden meines Lebens, möchte mein Augenmerk auf das Schöne und Genießenswerte meines Daseins richten. Wenn ich den Maier Gustav einen Drecksack nenne, treibt das nur meinen Blutdruck in die Höhe, wenngleich, wie gesagt, es den Maier Gustav überhaupt nicht gibt.
A propos "Schönes und Genießenswertes": Gestern hatten wir wieder Theaterprobe. Wir studieren gerade ein Stück ein, das im 18. Jahrhundert spielt, und das aufzeigt, dass auch damals schon die Lust an der Liebe das Leben etwas bunter gestaltet hat. Ich spiele diesmal einen Diener, also eine Hosenrolle, was mir sehr viel Spaß macht! Mein Herr ist ein eitler Dandy, und dieser Umstand erlaubt es mir als seinem Diener, im Laufe der Handlung ein ums andere Mal genervt die Augen zu rollen – eine Tätigkeit, die mir aus meinem echten Leben sehr vertraut ist, und deren Darstellung mir daher keinerlei Mühe bereitet. 😊 Ich bin insgesamt ziemlich sicher, dass auch „Die listigen Weiber von Tarragona“ gut beim Publikum ankommen wird, denn Erich hat wieder einmal allen Darsteller:innen ihre Rollen auf den Leib geschrieben, und es ist offensichtlich, dass alle mit Freude und Witz bei der Sache sind. 

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